Es ist ein rauher Herbsttag Ich bin 18 Jahre alt Meine Freundin und ich Gehen in den Wald Wir schlendern, sie ist mir so nah Sie bedeutet mir viel Ich möchte es nie mehr verlieren Dieses Gefühl Sie sagt zu mir "Ich liebe Dich" Im Nebel und Rauch Ich schau ihr in die Augen "Ich liebe Dich auch" Auf einmal fängt es an zu regnen Wir werden ganz nass Ihre scharlachroten Lippen Werden blass Wir laufen nach Haus Gehen rauf in mein Zimmer Wir ziehen uns aus So wie immer Bridge Der Raum erhellt von Kerzenlicht Der Regen lässt nach Wir liegen da und rauchen Die Kippe danach Ein zweiter rauher Herbsttag Stürmisch, nass und kalt Ich geh mit meiner Freundin Wieder in den Wald Sie hält meine Hand nicht Wirkt distanziert Ich frage mich "Was hat sie bloß?" Bin irritiert Sie dreht sich zu mir um und sagt "Es tut mir Leid Ich liebe einen anderen Es ist vorbei" Im Regen renne ich nach Haus Ich schließe mich ein Schmerz, Enttäuschung, Wut und Trauer So sollte es nicht sein Allein, allein Warum bin ich allein? Was hab ich falsch gemacht? Ich will jetzt bei ihr sein Allein, allein Und sie ist nicht allein? Warum ist sie bei ihm? Warum ist es vorbei? Bridge Der dritte rauhe Herbsttag Der Winter kommt schon bald Zum ersten Mal alleine Geh ich in den Wald Ich denke nur an gestern "Was wohl aus ihr wird?" Und stelle schon bald fest Ich habe mich verirrt Vor mir eine Lichtung In der Mitte ein Baum Als ich nähertrete, traue Ich meinen Augen kaum Im Baum ist ein Spalt Und ein magisches Siegel Ich klettere hinein Und vor mir ist ein Spiegel Der Spiegel spricht "Du hast drei Wünsche frei." Ich sag "Ich weiß, was ich will." Er sagt "Bedenke, nur drei." Lieber Spiegel, ich wünsche mir, dass mein Mädchen ihren neuen Freund verlässt. Ich wünsche mir, dass sie zu mir zurückkehrt, dahin, wo sie hingehört. Und ich wünsche mir, und das ist mir besonders wichtig, dass ich nie mehr alleine bin. Voller Hoffnung auf die magische Kraft Des Zauberspiegels renne ich nach Haus Und das er mich nicht belogen hat Stellt sich bei meiner Ankunft heraus Auf der Türschwelle sitzt Mein Mädchen sie weint Ich nehm sie in den Arm Endlich wieder vereint Wir küssen und wir lieben uns Alles ist schön Ich hoffe dieser Augenblick Wird nie vergehen Allein, allein Ich bin nie mehr allein Ich hab zuletzt gelacht Und sie ist ewig mein Allein, allein Zum letzten Mal allein Nie wieder dieser Schmerz Nie wieder diese Pein Der letzte rauhe Herbsttag Grau und monoton Ich sitze auf dem Bett da klingelt Das Telefon Die Mitteilung ist kurz Das Schicksal lacht gemein Mein Mädchen ist tot Und ich bin allein Warum ist sie gestorben? Warum ist sie fort? Ich will hier weg An einen anderen Ort Ich laufe raus in den Wald Weil mich hier nichts mehr hält Vielleicht bin ich schon bald In einer anderen Welt Ich bin am alten Steinbruch War lange nicht mehr hier Nur noch 120 Meter Trennen mich von Dir Ich fasse meinen Mut Ich fasse mir ein Herz Es wird alles gut Es gibt keinen Schmerz Ich stürze mich hinab Und falle wie ein Stein Ich denke nur an eine Sache Nie mehr allein Dann sehe ich ein Licht Es scheint so hell und klar Und darin seh ich Dich Du sagst "Du bist fast da."